Reisevorbereitungen
Feste
Öffentliche Verkehrsmittel
Japanisch leicht gemacht??



Reisevorbereitungen


Das Reisen nach Japan ist einfacher, als meistens angenommen wird. Zur Einreise genügt der Reisepass, sofern die Aufenthaltsdauer sechs Monate nicht überschreitet. Die Gültigkeitsdauer des Passes muß mindestend die Zeit des Aufenthaltes abdecken.

 

Flüge: Früh buchen lohnt sich. Schon ab Mitte 500 Euro aufwärts sind Flüge  verfügbar, in der Hauptreisezeit ab Juli werden die sie aber sprunghaft teurer.

 

Spezielle Impfungen sind nicht notwendig, eine Impfung gegen Hepatitis A kann aber in keinem Fall schaden. Ansonsten empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Auslandskrankenschein mitzuführen oder eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Öffentliche Krankenhäuser sind zwar recht preisgünstig, private Einrichtungen können allerdings teuer werden.

 

Die Währung ist der Japanische Yen, ein Geldwechsel in Deutschland (Österreich, Schweiz) lohnt allerdings im Vornherein auf Grund der hohen Gebühren kaum. In Japan finden sich an den Flughäfen und Bahnhöfen ausreichend Möglichkeiten zum Wechseln.

 

Zum Zahlung in Hotels und größeren Kaufhäusern bieten sich Kreditkarten an, auch wenn ansonsten eher das Motto: Bargeld lacht! zählt.

 

Bleiben noch die Reisezeiten: Am schönsten ist Japan wohl in den Frühjahrsmonaten April und Mai und in den Herbstmonaten September und Oktober. Gerade im Frühjahr lädt die Kirschblüte zu einem Besuch ein, das Farbenspiel in den großen Parks ist wirklich atemberaubend. Von etwa anfang Juni bis Mitte/Ende Juli ist Regenzeit (Tsuyu) angesagt. Das Wetter ist heiß, schwül und von Regengüssen bestimmt, außerdem präsentiert sich der Himmel ansonsten eher trüb.

 

Bei der Planung der Reisezeit lohnt es sich auch immer, nach der Vielzahl der japanischen Feste Ausschau zu halten. Und wenn man davon keines besuchen kann, sind ja vielleicht gerade die Sumo-Meisterschaften in der Stadt.

 



Wichtig: Nur für Touristen bietet die japanische Eisenbahngesellschaft JR ein All-Inclusive-Ticket an, den Japan Railpass. Dieser ermöglicht es, kostenlos auf fast allen japanischen Eisenbahnstrecken zu fahren, vor allem auch mit dem Shinkansen. Den Japan Railpass kann man allerdings nicht in Japan, sondern nur im Ausland kaufen. Gute Adressen dafür sind die JAL-Reisebüros, auch wenn JR selber sagen, daß JAL-Reisebüros nur an Kunden verkaufen, die auch bei JAL den Flug gebucht haben. Stimmt aber nicht. Der Pass kostet um die 200 Euro (bei siebentägiger Gültigkeit), abhängig von dem aktuellen Wechselkurs. Man erhält einen Voucher, den man dann vor Fahrtantritt in Japan in den Pass umtauschen lassen kann. Eine Fahrkarte muss man dann nicht mehr kaufen, den Pass vorzuzeigen genügt.

 

Wer auf die witzige Idee kommt, in Japan einen Mietwagen zu nehmen, der muß als Deutscher oder Schweizer eine Übersetzung seines Führerscheins bei der entsprechenden diplomatischen Vertretung in Tokyo oder Osaka bestellen. Österreicher können mit ihrem internationalen Führerschein fahren. Allerdings tatsächlich einen Mietwagen zu nehmen, ist eine tollkühne Unternehmung: Nicht überall sind die Schilder auch in lateinischer Schrift verfasst, die Straßen in den Städten sind eng und überfüllt und es herrscht Linksverkehr. Dazu sind Mietwagen teuer, Benzin ist teuer und viele Straßen kosten Maut.

 

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Feste


Kirschblütenfest im April.  Hanami, das Blumenschauen, findet im ganzen Land statt. Die Kirschblüte zieht von Ende März bis Anfang Mai langsam vom Süden her über das Land. Außer man hat Pech wie ich und ist immer ein wenig zu früh vor Ort ;-)

 

Tagata Honen-sai (15.03.) in Tagata-jinja, bei Nagoya. Das Fest ist ein altes shintoistisches Fruchtbarkeitsfest rund um den Schrein und gibt einen sehr schönen Einblick in das alte, ländliche Japan. Ein drei Meter hoher Phallus spielt dabei die Hauptrolle.

 

Sanno-Matsuri (14.-15.04.)  und Hachiman-Matsuri (09.-10.10.) in Takayama. Besonders farbenprächtige Feste, zu denen reich geschmückte Festwagen (Yastai) durch die Straßen gezogen werden und die Teilnehmer der Umzüge Gewänder aus der Edo-Zeit tragen.

 

Kanda-Matsuri (09. - 15. Mai) und Sanno-Matsuri (10. - 16. Juni) in Tokyo. Die beiden Feste werden im Jahrewechsel abgehalten, das Kanda-Matsuri in Jahren mit ungeraden Zahlen, das Sanno-Matsuri in Jahren mit geraden. Die Feste werden zu den Prachtvollsten Tokyos gezählt. Bei ersterem werden über 70 Tragschreine (Mikoshi) durch die Straßen getragen, bei dem zweiten begleitet eine Schar berittener Samurai einen sakralen Ochsenkarren.

 

Sanja-Matsuri (3. Maiwochenende) in Tokyo Leider bin ich selbst noch nicht dabei gewesen, aber es muss wohl das heftigste Fest in Tokyos Unterstadt (Shitamachi) sein. Zu dem Fest in Asakusa tragen mehr oder weniger bekleidete Japaner und Japanerinnen über 100 Schreine durch die Straßen.

 

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Öffentliche Verkehrsmittel


Die öffentlichen Verkehrsmittel in Japan gehorchen eigenen Gesetzen. In "kleineren" Städten wir Kyoto ist das U-Bahn-Netz überschaubar, bei den Busverbindungen wird es schon etwas schwieriger. Seine Meisterprüfung kann man allerdings im Umgang mit den Öffentlichen in Tokyo ablegen, wobei auch hier gilt: Es ist einfacher, als es ausschaut! Und wenn es in Tokyo klappt, dann auch im Rest von Japan.

 

Eine gute Vorbereitung der U-Bahn-Fahrt ist auf jeden Fall ratsam. Schon am Flughafen und auch an den Bahnhöfen und Hotels erhält man kleine Übersichten über das U-Bahn- und Stadtbahnnetz Tokyos. Dabei ist zu beachten, daß es zwei U-Bahn-Betreiber und mehrere Stadtbahnbetreiber gibt, die zum Teil jeweils mehrere Linien unterhalten. Also auf jeden Fall den Plan intensiv studieren und munter zwischen den Bahnen wechseln, das erspart Zeit! Allerdings müssen, ausser bei den Untergrundbahnen, jeweils neue Tickets gekauft werden. Die sind aber generell recht billig.

 

Hat man sich seine Linien herausgesucht, so kann man sich in den Bahnhöfen nach den Farben der jeweiligen Linie orientieren. Die farblichen Markierungen finden sich auf den Wegweisern, den Bahngleisen, ja sogar auf den Zügen selbst wieder, was eine Verwechselung weitgehend ausschließt.

 



Nun heißt es ein Ticket ziehen. Die Automaten sind leicht zu finden, die meisten haben sogar eine englische Bedienführung. Ist aber auch leicht damit umzugehen: Über den Automaten hängen Übersichtspläne, auf denen man seinen Zielbahnhof raussucht. Unter dessen Namen ist gleich die zu entrichtende Ticketgebühr abzulesen. Auf dem Automaten wird jetzt einfach die Taste mit dem entsprechenden Betrag gedrückt, das Geld eingeworfen (die Automaten wechseln auch) und das Ticket entnommen. Fertig. Nur wenn man bei den Untergrundbahnen die Betreiber wechseln will, muß man dies noch zusätzlich dem Automaten per Knopfdruck beibringen.

 

Mit dem Ticket geht es jetzt durch die automatischen Schranken: Am Eingang wird das Ticket eingezogen, es wird entwertet und am Ausgang des Durchlasses wird es wieder ausgeworfen. Wichtig: Auf jeden Fall das Ticket wieder an sich nehmen, denn man muß es bei dem Verlassen der Stationen wieder in die automatischen Schranken stecken. Dabei wird geprüft, ob auch der richtige Betrag gezahlt wurde. Ist man nämlich mit der Bahn weiter gefahren, als das Ticket zuläßt, schließen sich die Schranken und man muß nachzahlen. Dazu stehen dann gleich neben den Ausgängen Automaten bereit, die Bedienung ähnelt der anderer Ticketautomaten.

 



JR-Railpass: Der Railpass gilt leider nicht für die U-Bahnen, aber für die JR-Stadtbahnen. Mit dem Railpass muss man kein Ticket ziehen, man kann einfach seitlich an den automatischen Schranken bei einem Schaffner durch die Absperrungen laufen. Dabei kurz den Railpass vorzeigen und es kann weitergehen. In dem Railpass ist groß das Gültigkeitsdatum eingestempelt, ich habe aber den Verdacht, dass man auch mit abgelaufenem Pass gut durch die Kontrolle kommt: Man könnte ja als Bahnangestellter in die Notlage kommen, sich mit einem Gaijin auseinandersetzen zu müssen... das wird dann doch lieber vermieden ;-))

 

Zum Abschluß noch etwas allgemeines:

Sicherheit: An japanischen Bahnhöfen sieht man keinerlei Polizeibeamte oder Security-Mitarbeiter. Die braucht man dort einfach nicht. Die Kriminalitätsrate in Japan ist wohl die niedrigste weltweit, ein leichtes Wachstum ist nur auf Grund der Zunahme ausländischer Gastarbeiter zu verzeichnen. Egal zu welcher Tag oder Nachtzeit kann man sich also wirklilch sicher fühlen.

Auch die Züge zeichnen sich durch ein extrem hohes Maß an Zuverlässigkeit und Sicherheit aus. Verspätungen scheint es auch bei den Fernzügen nicht zu geben. Und ein Kuriosum am Rande: An dem Tokyoter Bahnhof habe ich einen Notaus-Schalter gesehen. Ganz offen und für jedermann zugänglich. Tatsächlich würde ein Druck auf diesen Knopf den ganzen Bahnhof lahmlegen. Gedrückt wurde er allerdings noch nie...

Fahrzeiten: Die Stadtbahnen und U-Bahnen fahren im regelmäßigen und sehr engen Minutenabstand. Einer Bahn nachzurennen lohnt also einfach nicht. Tatsächlich sieht man Japaner vor der offenen Tür stehen bleiben, weil die Bandansage gerade mitgeteilt hat, daß gleich die Türen geschlossen werden und das Aufspringen auf die U-Bahn mit Risiken verbunden sein kann. Also bleibt man vor der geöffneten Tür stehen, es kommt ja sowieso gleich wieder ein Zug vorbei.

 

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Japanisch leicht gemacht??

Machen wir uns nichts vor: Als Kendo-Treibende können wir uns natürlich ganz hervorragend auf Japanisch verständigen...ja, nein, bitte, danke, links, rechts, ist ja schonmal ein Anfang. Und onegai-shi-masu (eine kleine Bitte) öffnet dann doch das Herzen eines jeden Japaners, wenn er merkt, daß man sich wenigstens bemüht. Auf diese Weise kann man sich tatsächlich auch noch den Weg zu seinem Hoteru (Hotel) zeigen lassen. Für das bischen Mehr an Verständigung kommen hier ein paar wenige Sätze, die mir den Aufenthalt in Japan erleichert haben.

 

Ich habe die Vokabeln auf dieser in Romanji wiedergegeben. Die Aussprache fällt uns Deutschen im allgemeinen recht leicht, muß doch im Japanischen, anders als im Chinesischen, nicht allzu viel Wert auf die richtige Betonung gelegt werden. Endständige Vokale werden übrigens in der Regel verschluckt...

 

Guten Tag! konnichi wa

Guten Abend! komban wa

Auf wiedersehen! sayonara

Wie bitte? nan desu ka

Ich verstehe.  wakari-masu

Ich verstehe nicht. wakari-masen

 

Durch das Anhängen von der Silbe -sen wird die Verneinung ausgedrückt. Praktische Sache...

 

Wie geht es Ihnen?  o-genki desu ka

Danke gut! hai genki desu

Nicht besonders... iie amari

Entschuldigung! gomen nasai

Verzeihung! sumi-masen

Das macht doch nichts.  kamai-masen

Ich war unhöflich... shisurei shi-mashita

Bitte helfen Sie mir! dozo tasukete kudasai

 

Die kommenden Redewendungen waren mehr als nützlich...

 

Spricht hier jemand englisch? donata ka eigo o hanse-masu ka

Wie heißt das...?  ...nan to ii-masu ka

Entschuldigung, würden Sie mir das bitte aufschreiben? sumi-masen kaite kure-masu ka

Bitte sprechen Sie langsamer!  dozo yukkuri hanashite kudasai

Ich kann kaum Japanisch sprechen. watashi wa hotondo nihongo o hanase-masen

Ich möchte Japanisch lernen. watashi wa nihongo o benkyo shi-tai desu

 

Man sollte es wirklich versuchen, wenigstens ein paar Brocken Japanisch zu lernen. Es wird einem mit warmherzigen Entgegenkommen gedankt und man hat echt ein Stein im Brett!

 

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